Zeit Geist ~ Ver~Ant~Wort~ung

Hallo ihr Lieben,

im heutigen Newsletter geht es um das Wort „Ver~Ant~Wort~ung“.

Im Herkunftswörterbuch Duden ist definiert, dass das Wort „Verantwortung“ dem Wort „antworten“ entstammt, dessen Bedeutung ursprünglich gebraucht wurde im Sinne von: „vor Gericht verantworten, eine Frage beantworten, für etwas einstehen, etwas vertreten“.

„Verantwortung“ ist als die „Verpflichtung, für etwas einzutreten und die Folgen zu tragen“ beschrieben.

Eine sehr radikale Position zur Verantwortung nimmt René Egli in seinem Buch „Das Lol²a Prinzip“ ein:

 „Wenn Sie nicht bereit sind, sich für alles, für wirklich alles, was in ihrem Leben geschieht, verantwortlich zu fühlen, dann werden sie keine Fortschritte erzielen.“

Das ist für mich gleichbedeutend mit der Eliminierung aller Schuldzuweisungen, die dir ja im Regelfall dazu gedient haben, Verantwortung abzugeben, statt sie für dich selbst zu übernehmen. Dies kann natürlich auch un~bewusst stattgefunden haben.

Wenn du Verantwortung ablehnst, gibst du anderen die Schuld. Doch die Konsequenz ist, dass du im selben Augenblick auch deine Macht abgibst. Wer Schuld hat, hat die Macht. Und du bist ohn~mächtig, also in der „Ohn(e)~Macht“.

Ohne Macht zu sein bedeutet, von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängig zu sein. Solange diese sich nicht verändern, bist du von ihnen ab~hängig, also ab~gehängt. Deine Abhängigkeit besteht darin, dass du auf eine Aktion im Außen angewiesen bist, damit eine Veränderung in deinem Leben stattfinden kann. Nur du selbst kannst nichts dafür.

Es ist deine Wahl ab~hängig zu sein. Dann bist du Opfer der Umstände und andere sind die Täter.

Eine Runde Mitleid … 

„Und komm‘ ich selber nicht voran, häng‘ ich’s gerne andern an.“ (unbekannte Quelle)

Ohne Macht zu sein, bedeutet logischerweise, dass du nichts machen kannst, dir scheinbar die Hände gebunden sind. Das kommt einer Ausrede gleich. Zu sagen, dass du nichts machen kannst, bedeutet, wenn du ehrlich bist, dass du gar nichts tun willst.

„Verantwortung ist eine abnehmbare Last, die sich leicht Gott, dem Schicksal, dem Zufall oder dem nächsten aufbürden lässt!“ (Ambrose Bierce)

Wo hast du in Vergangenheit durch Schuldzuweisungen deine Macht abgegeben?

An deine Eltern?

An deine Erziehung?

An deine Ausbildung?

An deine besonderen Lebensumstände?

An den Staat?

An die Gesellschaft?

An deinen Partner?

An andere Menschen?

An …

Die einfache Lösung besteht für dich jetzt darin, dir deine Verantwortung wieder~zu~holen, indem du sie in allen Lebensbereichen wieder übernimmst.

Dazu reicht deine Ent~scheid~ung. Jetzt!

Damit ergreifst du deine Macht. Macht hast du, wenn du machst.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!“ (Moliére)

Eine besonders interessante Komponente zur Ver~Ant~Wort~ung findest du bei Viktor Frankl (Begründer der Logotherapie, der Lehre vom Wort und Sinn des Lebens):

Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt. Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte, der dem Leben zu antworten – das Leben zu ver-antworten hat.“

Du bist sozusagen vom Leben und von dem, was dir begegnet herausgefordert. Deine Verantwortung dem Leben gegenüber besteht darin, wie du mit diesen Herausforderungen umgehst.

Wobei eine Heraus~forder~ung immer etwas ist, was keine Unterstützung durch das Außen braucht. Es steckt bereits alles in dir, um ihr zu begegnen.

„Es sind nicht die Umstände, die den Menschen schaffen. Der Mensch ist es, der die Umstände schafft.“ (Benjamin Disraeli)

Die Frage ist, wofür du in deinem Leben jetzt bewusst die Ver~Ant~Wort~ung übernehmen willst?

Was genau willst du wirk~lich?

Was genau würdest du jetzt tun, wenn du wüsstest, dass alles gut geht?

Ich wünsche dir eine wunder~voll~e und erfolg~reich~e Umsetzung.

 

Liebe Grüße

Otto Steib